Steve Jobs – Biographie

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Walter Isaacson: Biografie von Steve Jobs

Von Walter Isaacson stammt diese bemerkenswerte Biografie des Apple-Gründers Steve Jobs. Als Übersetzer für die deutschsprachige Ausgabe standen ihm Antoinette Gittinger, Oliver Grasmück, Dagmar Mallett, Elfi Martin, Andrea Stumpf und Gabriele Werbeck zur Seite.

Über den Autor

Walter Isaacson (*1952 in New Orleans) wirkt als Schriftsteller, Biograf und Präsident der Denkfabrik Aspen-Institut. Er war auch bei der Time und CEO von CNN. Im Jahr 2009 setzte ihn der damalige US-Präsident Barack Obama als Vorsitzenden des Broadcasting Boards of Governors ein. Das Amt hatte Isaacson bis 2012 inne. Seine Biografie von Steve Jobs wurde ein Bestseller, der Autor hat dafür mit dem Apple-Gründer in zwei Jahren 40 Interviews geführt. Er sprach auch mit Familienmitgliedern, Freunden und Kollegen von Steve Jobs. Von Isaacson erschienen auch Biografien von Leonardo da Vinci, Albert Einstein, Henry Kissinger und Benjamin Franklin.

Über das Buch

Steve Jobs (1955 – 2011) gilt als Apple-Gründer und langjähriger -CEO heute als einer der wichtigsten Computerunternehmer. Mit der Gründung von Apple im Jahr 1976 (zusammen mit Ron Wayne und Steve Wozniak) sowie der Entwicklung des iPhones und iPads setzte er neue Maßstäbe bei der digitalen Hardware inklusive ihrer grafischen Benutzeroberfläche, die er beim Macintosh ab 1984 einführen ließ. Auch die digitalen Musikdownloads trieb er nach 2000 mit mit dem iPod und dem iTunes Store voran. Ein weiteres Geschäftsfeld von Jobs waren die Walt Disney Company und die Pixar Animation Studios. Kurz vor seinem Krebstod besaß er geschätzte 8,3 Milliarden Dollar. Die Biografie würdigt die Verdienste des Unternehmers um seine Kultmarke Apple, die der Computerwelt Aura und Ästhetik verlieh und Jobs das Image einer Stilikone mit genialischen Anstrich verschaffte. Gleichzeitig stellt Walter Isaacson den Menschen hinter den Innovationen und dem Unternehmergeist dar, was den spannenderen Teil der Biografie ausmacht. Steve Jobs hatte Visionen und setzte sie um, doch er hatte auch scharfe Ecken und Kanten, die ihn in Teilen als Betrüger, Lügner und Realitätsverdreher erscheinen lassen. Das stellt der Autor ohne jede Beschönigung dar. Mit seinen Mitarbeitern war Jobs nicht zimperlich, ihm haftete der Makel des Menschenschinders und Antisympathen an. Je nach Blickwinkel des Lesers ist es möglich, diese menschlichen Auswüchse als unvermeidbare Schattenseiten eines großen Geistes oder auch als schlichte Katastrophe aufzufassen. Dabei ist das Buch unglaublich spannend und für Apple-Fans eigentlich ein Muss. Diese dürften Steve Jobs ambivalente Gefühle entgegenbringen, denn seine Leistungen lassen sich nicht bestreiten, während eher außenstehende Leserinnen und Leser, die weder das iPhone noch einen Applecomputer nutzen, vielleicht erschrocken über die wirklich großen menschlichen Schwächen von Steve Jobs sind.

Was bringt uns die Biografie von Steve Jobs?

Die Kernbotschaft lässt sich in der alten Weisheit „viel Licht erzeugt viel Schatten“ zusammenfassen. Allerdings ist es nicht ganz so einfach. Steve Jobs war ein Getriebener, was sich beim Lesen der Biografie nachvollziehen lässt. Möglicherweise hatte er gar keine andere Wahl, als die Umsetzung seiner Visionen auch mit der Peitsche voranzutreiben. Die im Buch von Walter Isaacson ausgezeichnet beschriebene Zwiespältigkeit des Computerrevolutionärs erzeugt beim unvoreingenommenen Betrachter mithin auch eine nicht gelinde Faszination. Steve Jobs quälte nicht nur seine Umgebung, sondern auch sich selbst: Wenn ihm etwas nicht gelang, brach er bisweilen in Tränen aus, was auch in der Öffentlichkeit registriert wurde. Flüche gehörten zu seinem alltäglichen Standardrepertoire. Dieses komplette Kaleidoskop einer gigantischen Gefühlswelt, die man in der von Technikern dominierten Computerbranche nicht vermutet hätte, zeigt die Biografie sehr facettenreich.


Euer
Sami Gashi

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