Eine kurze Geschichte der Zeit

Share on facebook
Share on google
Share on twitter
Share on linkedin

Es gibt vieles auf dieser Welt, was wir nicht verstehen. Alle Transzendenz entzieht sich beispielsweise der Beweisbarkeit, aber auch kosmologische Phänomene übersteigen oft das, was der Mensch zu begreifen imstande ist. In meinem Bücher Blog stelle ich euch hier ein Buch vor, das eine der schwierigsten Grundfragen der menschlichen Existenz unterhaltsam und gut verständlich zu erklären vermag: Die kurze Geschichte der Zeit von Stephen Hawking.

Der Brite Stephen Hawking wurde 1942 in Oxford, England, geboren und war gerade mal 21 Jahre, als bei ihm mit ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) eine schwere und unheilbare Krankheit prognostiziert wurde. Hawking war seit 1968 auf den Rollstuhl angewiesen, verlor 1985 die Sprachfähigkeit und behielt dennoch seine bedeutende Stellung als hochdekorierter Wissenschaftler und Forscher bei. Der breiten Öffentlichkeit wurde er nicht nur durch sein extremes Schicksal, seine Zähigkeit und Ausdauer, sondern auch durch eine Vielzahl populärwissenschaftlicher Bücher bekannt. Hawking starb 2018 im Alter von 76 Jahren.

Hawkings erstes populärwissenschaftliches Buch Die kurze Geschichte der Zeit widmet sich kosmologischen Phänomenen, welche die meisten Menschen zunächst nicht verstehen. Dass dieses hier im Bücher Blog vorgestellte Buch zum Bestseller und millionenfach verkauft wurde, beweist, dass auch schwierigste Sachverhalte verständlich aufbereitet werden können. Hawking fasst zunächst die älteren Erklärungen zum Wesen des Universums zusammen, wichtige Theorien (Aristoteles, Galilei, Kopernikus, Newton und Einstein) werden erklärt, bevor er auf den essenziellen Zusammenhalt von Raum und Zeit eingeht. Die Relativitätstheorien Einsteins, die allgemeine und die spezielle, die mit der Vorstellung von der absoluten Zeit aufräumten, bilden den daran anschließenden Schwerpunkt. Aus Einsteins Relativitätstheorie folgte nämlich der Beweis, den Roger Penrose und Stephen Hawkings selbst erbrachten, dass das Universum endlich ist. Es hat einen Anfang und ein Ende.

Die moderne Physik geriet im 20. Jahrhundert mit ihren Grundgesetzen in einen Zwiespalt, denn diese widersprachen einander in einigen Punkten, schienen aber doch zugleich gültig zu sein. Wie war das Problem zu lösen? Hawking führt in den folgenden Kapiteln diese Schwierigkeiten aus und wie er selbst und andere Physiker oder Mathematiker zu neuen Erklärungsmodellen gelangen. Die Entdeckung der Elementarteilchen und ihrem Verständnis sind nach Hawkings neben den Naturkräften wegweisend, um zu einer modernen Quantenmechanik zu gelangen. Eine nicht einfache Aufgabe, denn zum Teil führen diese Forschungen zu äußerst schwer vermittelbaren Ergebnissen wie etwa den Antiteilchen (die mögliche Antiwelten und Antimenschen nach sich ziehen). Hawkings warnt daraufhin: „Doch sollten Sie Ihrem Anti-Ich begegnen, geben Sie ihm nicht die Hand! Sie würden bei in einem großen Lichtblitz verschwinden.“ Bemerkungen wie diese dürften es sein, die die Stärke des Buches und wohl auch seinen großen Erfolg ausmachen; sie sind lebensnah und konkret, sie übertragen schwierige Sachverhalte wie die weiteren abgehandelten Fragen nach Schwarzen Löcher, dem Schicksal des Universums, dem Zeitpfeil, Wurmlöchern und Zeitreisen in die heutige Umgebung des Menschen.

Nahezu jeder Mensch wird irgendwann mit der Frage konfrontiert, wer wir sind und was das Universum ist. Hawkings gibt Die kurze Geschichte der Zeit auf unterhaltsame Weise einen Einblick in die komplexen Theorien zum Anfang und Ende der Welt, die uns nicht nur unterhalten und informieren, sondern auch unsere Fantasie beflügeln.

Copyright © 2020 Bücher die dein Leben verändern